Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Art von Material kann eingereicht werden?

Wir können biologisches Material bis zur Sicherheitsstufe 3** sowie Gentechnische Proben bis zur Sicherheitsstufe 2 verarbeiten und analysieren. Unsere Dienstleistungen dienen ausschließlich der Qualitätskontrolle, nicht der klinischen Diagnose.

Wie viel Probe sollte eingereicht werden?

Die meisten unserer Tests erfordern ein Minimum von 600 μl / Probe. Einige Tests wie Endotoxintests oder ein vollständiges Testpanel humane Viren (6 Viren) benötigen 1 bzw. 2 ml Probe.

Wo finden Sie die benötigten Probenvolumina?

Sie finden die erforderlichen Informationen entweder unter der jeweiligen Testbeschreibung (z.B. Mykoplasmen Analytik – Intego) oder auf dem entsprechenden Anforderungsformular im Kundenbereich.

Kann ich natives Material einreichen?

Dies hängt von der Testauswahl und Ihren eigenen Versandpräferenzen ab. Natives Material erfordert üblicherweise einen gekühlten Transport (Trockeneis oder Kühlpacks) und hierdurch entstehen in der Regel höhere Versandkosten. Die Inaktivierung wird dann in unserem Labor während der Probenvorbereitung durchgeführt (bei der Nukleinsäureextraktion durch den sogenannten Lyseschritt).

Bis zu welcher Zellkonzentration ist eine NAT-Messung möglich?

Unsere Extraktions- und qPCR-Systeme liefern bei Probenmaterial bis zu einer Zellkonzentration von 1 x 106 Zellen/ml valide Ergebnisse. Bei einer Überschreitung dieser Konzentration können Inhibitionen in der qPCR stattfinden. Bei niedrigeren Zellkonzentrationen verliert die Analyse an Sensitivität bezüglich eines Nachweises von zell-assoziierten Mikroorganismen. Fall sie höhere Zellkonzentrationen analysieren möchten verfügen wir über spezielle Probevorbereitungstechniken und Analytikverfahren um Sie zu unterstützen. Gerne können sie uns hierzu kontaktieren.

Was sind weitere mögliche Ursachen für Inhibitionen in der NAT-Analyse?

Häufig sind zu hohe Zellzahlen eine Ursache von Inhibitionen während der Analyse. Weitere Ursachen sind ein zu hoher DNA-Background, eine zu hohe Proteinkonzentration und enthaltene Reagenzien im Medium, die einen inhibitorischen Effekt auf die Taq-Polymerase haben (z.B. DMSO). Falls solche Reagenzien enthalten sein sollten, geben Sie uns bitte eine Auskunft darüber, da wir durch eine komplementäre Extraktionsmethodik eventuell die inhibitorischen Effekte kompensieren können.

Welchen Vorteil / Zweck hat die Inaktivierung gegenüber nativem Material?

Durch die Inaktivierung werden Proteine denaturiert, im speziellen die DNAasen stehen hier bei der DNA-basierten Nukleinsäureanalytik im Vordergrund. Proben für die RNA-basierte Nukleinsäureanalytik werden nicht inaktiviert sondern nativ gefroren versendet. RNasen sind hochstabil (thermostabil) und eine unvollständige Inaktivierung würde zu einem starken Abbau der RNA führen.

Wie sollte ich meine Probe vor der Einreichung inaktivieren?

Hitzeinaktivierte Proben werden vor dem Versand bei 95 ° C für 10 Minuten in einem sterilen Reaktionsgefäß erhitzt, um DNA-Abbau und falsch negative Ergebnisse zu verhindern. Das so behandelte Material ist bei Raumtemperatur bis zu 7 Tage stabil. Wir haben eine umfangreiche Stabilitätsstudie durchgeführt. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie weitere Ratschläge zum weiteren Vorgehen benötigen.

Welchen Vorteil / Zweck hat die Inaktivierung gegenüber nativem Material?

Durch die Inaktivierung werden Proteine denaturiert, im speziellen die DNAasen stehen hier bei der DNA-basierten Nukleinsäureanalytik im Vordergrund. Proben für die RNA-basierte Nukleinsäureanalytik werden nicht inaktiviert sondern nativ gefroren versendet. RNasen sind hochstabil (thermostabil) und eine unvollständige Inaktivierung würde zu einem starken Abbau der RNA führen.

Wann ist die Inaktivierung nicht Sinnvoll?

Bei bestimmten Probenmatrices bzw. Zellkonzentrationen kann sich bei der Inaktivierung ein Gel bilden. Diese Gelbildung ist in der Regel nicht mit der Nukleinsäureextraktion kombinierbar, dies sollte in Ihrem Labor durch einen Vorversuch geklärt werden. Wichtig ist es bei diesem Versuch die Probe nach der Inaktivierung abzukühlen und erst dann auf Gelbildung zu untersuchen (z.B. durch vorsichtiges Umdrehen des geschlossenen Probengefäßes). Bei nicht nukleinsäurebasierten Methoden sollte die Probe gegebenenfalls ebenfalls nicht inaktiviert werden falls hierdurch das Zielmolekül verändert wird.

Wie versende ich meine Proben?

Die zu analysierenden Proben sollten in ein steriles Reaktionsgefäß (vorzugsweise 1,5 ml Reaktionsgefäße mit Sicherheitsverschluss) (Primärverpackung) überführt werden. Die Primärverpackung legen sie in eine Sekundärverpackung (z.B. 50 ml Schraubdeckelröhrchen, Druckverschlussbeutel oder Plastikbox mit Gitter), die im Optimalfall noch mit Watte oder Styroporflocken ausgefüllt wird um Transportstöße zu kompensieren. Die Sekundärverpackung verschicken Sie in einer Transportbox oder einem gepolsterten Umschlag an unser Labor (die Versandadresse finden Sie auf dem jeweiligen „Accession Form / Bestellschein“ im Kundenbereich: Auftragsformulare).

Wie soll ich versenden?

Wir empfehlen ihnen den Versand mit einem Kurierdienst. Mit der Post versendete Proben können nicht getracked werden und müssen in einen Standardbriefschlitz passen. Gelegentlich mussten wir auch feststellen, dass diese Postversandproben verloren gehen oder später zugestellt werden wenn diese den Zusteller zu viel Zeit kosten. Die Verlust-/Ausfallwahrscheinlichkeit lag bei „Postproben“ 2019 / 2020 bei 0,01-0,06 %.

Wie erstelle ich ein Konto, wenn ich zum ersten Mal Proben einsende?

Es ist überraschend einfach: Sie tragen Ihre Kontaktdaten auf dem jeweiligen Anforderungsformular ein und senden es unterschrieben zusammen mit Ihren Proben, wir erledigen den Rest für Sie. Wir erstellen ein Konto und Sie erhalten Ihren Ergebnisbericht per E-Mail / Fax im Voraus und das Original per Post ein paar Tage später.

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