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Leistungen > Assay-Entwicklung

Validierung mikrobiologische Schnelltestung

Im Rahmen der Matrixvalidierung soll gezeigt werden, dass Ihre spezifische Matrix mit einer der in unserem Labor verfügbaren Analytikmethoden kompatibel ist. In der Regel werden bei bereits herstellervalidierten Kitsystemen und im Labor implementierten Prozessen bestimmte Parameter überprüft. Bei einem Limittest könnte dies Bedeuten, dass es ausreicht ein per Pharmakopöe vorgegebenes Limit sowie die Robustheit der Methode über drei Batches Ihres Produkts zu überprüfen. Ist per Pharmakopöe kein Limit vorgegeben kann es nötig sein dieses im Rahmen einer umfangreicheren Validierung in Ihrer Matrix zu bestimmen. Hierbei können auch statistische Methoden wie die Probit Methode zur Bestimmung der LOD95 zum Einsatz kommen. Der Umfang der jeweiligen Validierung ist zum Teil sehr individuell auf Ihr Produkt abzustimmen sollte mit der zuständigen Behörde koordiniert werden. Eine rechtzeitige Abstimmung mit Ihrer Behörde vermeidet unnötige Revalidierungsarbeiten, -kosten und -zeitverlust. Neben den behördlichen Vorgaben hängt Ihr Validierungsumfang von der von Ihnen gewünschten Anzahl Analytikparametern sowie Ihren Anforderungen an Sicherheit und Statistik ab. Gerne beraten wir Sie hierzu und erarbeiten einen gemeinsam einen individuellen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Validierungsplan. 

 
 

Hintergrundinformationen | Validierung

Viele der in unserem Labor verwendeten Methoden sind entweder herstellervalidiert und/oder durch die Europäische Pharmakopöe beschrieben. Ein Beispiel für eine mit großem Umfang durch einen Hersteller validierte Methode stellt die Mykoplasmentestung mit dem Microsart® ATMP Mycoplasma System (Sartorius Biotech GmbH) dar. Die Rahmenbedingungen für die Validierung werden hierbei durch die Europäische Pharmakopöe 2.6.1 definiert, weiterhin gilt die Richtlinie ICH Topic  Q 2 (R1) Validation of Analytical Procedures: Text and Methodology (kurz: ICH Q2 (R1)). Die ICH Q2 (R1) definiert hierbei den zu validierenden Umfang für z.B. Tests auf Verunreinigungen – Limittests.


Wenn die Methode bereits so umfänglich validiert ist warum sollte man die Methode noch einmal einer „Matrixvalidierung“ unterziehen? Die Rahmenbedingungen hierfür werden wiederum durch das EU-GMP definiert. Keine Herstellervalidierung kann jeden Herstellungsprozess bzw. jede Matrix abdecken. Häufig sind biotechnologische Produkte selbst bei Verwendung des identischen Zellkulturmediums einzigartig. So kann z.B. die Verwendung einer anderen Zellart oder Spezies im gleichen Hintergrund einen großen Unterschied machen. Der Ursprung hierfür liegt unter anderem in  unterschiedlichen Zellzusammensetzungen oder in der Produktion und Sektretion heterologer Proteine, Antikörper oder Cytokine begründet. Ein weiterer Grund für eine Matrixvalidierung liegt in den unterschiedlichen Herstellungsprozessen, so deckt die Matrixvalidierung letztlich auch die Aufbewahrung und den Transport von Ihrer Produktionsstätte zu unserem Labor ab.

Unser Validierungsservice | Überblick

Validierung Mykoplasmenanalytik

Grundlage für die Methodenvaliderung unserer nukleinsäurebasierten Mykoplasmenanalytik stellt die EP 2.6.7 dar. Allgemein ist der aufwändigste Schritt hierbei sicherlich die Validierung der QPCR Methode. Da wir jedoch über ein herstellervalidiertes System verfügen können viele Kapitel direkt übernommen werden. In der Regel muss noch für Ihre spezifische Matrix ein Nachweis über die zu erreichende Sensitivität (10 CFU/ml) sowie über die Robustheit erbracht werden. Durch unsere intensive Zusammenarbeit mit Kitherstellern können wir auf extern zertifizierte Standards für alle EP und JP gelisteten Mykoplasmenspezies zurückgreifen und einen Nachweis nach risikobasiertem Ansatz für Sie fahren. Gerne beraten wir sie zu benötigtem Probenmaterial (Volumina, Herstellungbatches und Mykoplasmenspezies) und erarbeiten mit Ihnen gemeinsam einen geeigneten Validierungsplan. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im GMP-Umfeld und unseren kurzen Mykoplasmenvalidierungslaufzeiten und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die Validierung kann für Intego, VitalAmp oder MaxVolume durchgeführt werden.

Validierung Virenanalytik

Unsere Virustestdienstleistungen basieren ausschließlich auf Nukleinsäureamplifikationstechnologien wie der quantitativen PCR (qPCR) und entsprechen damit den aktuellen regulatorischen Anforderungen an einen schnellen und sensitiven Nachweis. Die Validierung der Virusnachweismethoden erfolgt nach den Grundsätzen der ICH Q2(R2) (Validierung analytischer Verfahren), in der wichtige Parameter wie Spezifität, Genauigkeit, Präzision, Nachweisgrenze (LOD), Quantifizierungsgrenze (LOQ), Linearität, Bereich und Robustheit definiert sind. Obwohl wir vom Hersteller validierte Systeme verwenden, ist die Matrixvalidierung nach wie vor unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Methode in Ihrer spezifischen Produktumgebung zuverlässig funktioniert. Biotechnologische Produkte unterscheiden sich oft erheblich in ihrer Zusammensetzung, selbst wenn ähnliche Produktionssysteme verwendet werden. Abweichungen in Zelltyp, Formulierung oder Prozessbedingungen können die analytische Leistung beeinflussen und müssen bei der Validierung berücksichtigt werden. Unsere Virusvalidierungsdienstleistungen umfassen: Empfindlichkeitsüberprüfung für Ihre Matrix (z. B. LOD95-Bestimmung) Robustheitstests über mehrere Chargen hinweg Verwendung zertifizierter Referenzmaterialien für relevante Virustypen Entwicklung eines risikobasierten Viruspanels, das auf Ihr Produkt und Ihre Regulierungsstrategie zugeschnitten ist Vollständige Dokumentation gemäß den Anforderungen von GMP und ICH Q2(R2) Wir beraten Sie gerne zu den erforderlichen Probenvolumina, Produktionschargen und Virusarten und entwickeln einen maßgeschneiderten Validierungsplan, der Ihre Zulassungsanträge und Qualitätssicherungsziele unterstützt.

Validierung Vector Copy Number

Unser Vector Copy Number (VCN)-Test basiert auf quantitativer PCR (qPCR) und dient der präzisen Quantifizierung von genetischem Material in Zell- und Gentherapieprodukten. Die Validierung dieser Methode erfolgt gemäß ICH Q2(R2) (Validierung analytischer Verfahren) und gewährleistet die vollständige Einhaltung internationaler regulatorischer Standards. Zu den wichtigsten Validierungsparametern gehören: Spezifität für die Zielsequenz Genauigkeit und Präzision über mehrere Produktchargen hinweg Nachweis- und Quantifizierungsgrenzen (LOD/LOQ) Linearität und Bereich Robustheit unter unterschiedlichen Bedingungen Selbst bei Verwendung von herstellervalidierten Systemen ist eine Matrixvalidierung unerlässlich, um eine zuverlässige Leistung in Ihrer spezifischen Produktumgebung zu bestätigen. Variationen in Zelltyp, Vektordesign und Formulierung können die Analyseergebnisse erheblich beeinflussen und müssen bei der Validierung berücksichtigt werden. Wir unterstützen Sie bei: der Definition des Validierungsumfangs auf der Grundlage Ihrer Produkt- und Regulierungsstrategie der Auswahl geeigneter Referenzmaterialien und Kontrollen der Bestimmung der erforderlichen Probenvolumina und Produktionschargen der Anwendung statistischer Methoden wie der LOD95-Bestimmung der Dokumentation aller Validierungsschritte in einem GMP-konformen Format Profitieren Sie von unserer umfangreichen Erfahrung in der Molekularanalytik und GMP-Validierung. Gerne entwickeln wir in enger Abstimmung mit Ihren Qualitäts- und Regulierungsteams einen maßgeschneiderten VCN-Validierungsplan.

Validierung Endotoxinanalytik

Unsere Endotoxintests werden unter Verwendung von pharmakopöischen Methoden gemäß der Europäischen Pharmakopöe 2.6.14 durchgeführt, wobei validierte chromogene oder turbidimetrische Limulus-Amöbozyten-Lysat (LAL)-Assays angewendet werden. Da diese Methoden offiziell anerkannt und zwischen EP, USP und JP harmonisiert sind, erfordern sie keine vollständige Validierung, sondern lediglich eine auf Ihre spezifische Produktmatrix zugeschnittene Methodenverifizierung. In Übereinstimmung mit ICH Q2(R2) (Validierung analytischer Verfahren) konzentriert sich der Verifizierungsprozess auf die Bestätigung folgender Punkte: Eignung der Methode für Ihre Matrix Rückgewinnungs- und Interferenzprüfung (Hemmung/Verstärkung) Robustheit unter Routinebedingungen Nachweisgrenze im Kontext Ihres Produkts Matrixspezifische Faktoren wie pH-Wert, Ionenstärke, Hilfsstoffe oder Viskosität können das Testergebnis beeinflussen. Daher führen wir gezielte Hemmungs-/Verstärkungsstudien durch, um eine zuverlässige Endotoxinerkennung in Ihrer Formulierung sicherzustellen.


Wir unterstützen Sie bei: der Festlegung des Verifizierungsumfangs auf Grundlage Ihrer Produkt- und Regulierungsstrategie der Auswahl geeigneter Referenzstandards und Kontrollen der Bestimmung der erforderlichen Probenvolumina und Produktionschargen der Dokumentation aller Verifizierungsschritte in einem GMP-konformen Format Unsere Endotoxin-Verifizierungsdienstleistungen eignen sich für Rohstoffe, In-Process-Kontrollen und die Freigabe von Endprodukten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen Beratung zu Probenhandhabung, Depyrogenisierungsverfahren und regulatorischer Angleichung, um reibungslose Audits und Inspektionen zu gewährleisten. Profitieren Sie von unserer Erfahrung mit GMP-konformen Endotoxintests und lassen Sie uns Ihnen dabei helfen, eine matrixspezifische Verifizierungsstrategie zu implementieren, die den regulatorischen Anforderungen entspricht.