Leistungen > Mykoplasmen
Gerne führen wir Ihre Mykoplasmenanalytik unter GMP Bedingungen durch. Hierzu setzen wir auf sogenannten „Rapid Microbiology Methoden“, bei diesen Methoden werden verschiedene Probenvorbereitungen mit Nukleinsäureamplifikationstechnologien (qPCR) Kombiniert.
Der große Vorteil dieser Vorgehensweise ist die Unabhängigkeit von plattenbasierten Kulturverfahren bei maximaler Geschwindigkeit und gleichzeitiger EP/USP/JP Konformität.
„Mycoplasmen“ beschreiben Mitglieder der Gattung Mycoplasma aus der Klasse der Mollicutes, die eine Gruppe von winzigen, zellwandlosen Bakterien bilden und über 120 Spezies umfasst. Sie sind die kleinsten selbst-replizierenden prokaryotischen Organismen. Aufgrund ihres kleinen Genoms (600-1400 kb in Abhängigkeit von der Spezies) fehlen den Mykoplasmen viele Stoffwechselwege und sie sind abhängig davon, Nahrung aus ihrer Umgebung zu erhalten. Ihre geringe Größe (~ 0.15 µm) erlaubt es den Mykoplasmen handelsüblichen 0.22- bzw. 0.45-µm Sterilisationsfilter zu passieren. Zudem sind sie gegen Antibiotika wie Penicillin und Streptomycin resistent.
Häufige Kontaminanten sind: Mycoplasma hyorhinis, Mycoplasma arginini, Mycoplasma hominis, Mycoplasma synoviae, Mycoplasma orale, Mycoplasma fermentans, Acholephasma laidlawii, Mycoplasma pneumoniae, Mycoplasma gallisepticum oder die Gattung Ureaplasma urealyticum.
Mykoplasmen sind als parasitär lebende Bakterien die Ursache für zahlreiche Krankheiten bei Mensch, Tier und Pflanze. Neben den pathogenen Eigenschaften führt eine Mykoplasmenkontamination von Zellkulturen, Zellbanken oder Masterzellstocks zu zum Teil erheblichen wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Ausfällen. So verändern Mykoplasmen in Zellkulturen die Genexpression, Metabolismus oder die Ausbeute von Rekombinanten Proteinen.